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Kaum ein ausgestorbenes Tier fasziniert Menschen so sehr wie das Mammut. Die Dokumentation zeigt, wie die Urzeit-Elefanten entstanden sind, die halbe Welt eroberten und schließlich einem neuen Erdzeitalter weichen mussten. Eine Spurensuche auf drei Kontinenten mit dem Mammut-Experten Dick „Mister Mammut“ Mol, der in Namibia das Skelett eines Urmammuts ausgräbt, mit Schleppnetzen Mammutfossilien vom Grund der Nordsee holt und in Goldminen am Yukon Relikte der Eiszeit-Ikonen aus dem Permafrost bricht. Modernste Computergrafiken lassen das Mammut in 3D wiedererstehen.

"Mammut – Herrscher der Eiszeit"

Die Bwana Fossilien unterstützten auch diese Fernsehproduktion in Namibia.

Der aus Kenia angereiste Starpaläontologe Dr. Martin Pickford (Links) und Dick Mol bei der Vorbesprechung im Geologischen Institut in Windhoek.

Die ersten Mammutteile wurden 2006 von einem Geologen entdeckt, der Sandproben am Nordrand der Etosha auswertete. Er wunderte sich, dass die Knochen, die dort herumlagen, so schwer wie aus Stein waren, quasi aus der Steinzeit. Nach der Bergung dieser Fossilien konnte man das Alter auf ca. 4,2 Mio Jahre bestimmen. Nur die Mammuts aus Langebaan bei Kapstadt sind mit 4,5 Mio Jahre älter und ist die Wiege des Mammuts.

Ausgestorbene Arten an ausgestorbenen Orten

Wenn es darum geht, im namibischen Winter am Nordrand der Etosha-Pfanne umgeben von wilden Tieren ein Mammutcamp aufzubauen, in dem Wissenschaftler Ausgrabungen durchführen und ein Filmteam Bilder produzieren sollen, wissen die Bwanas, was alles dabei sein muss. Die nächste Versorgungsmöglichkeit ist 60 km entfernt in Okaukuejo, die nächste Stadt mit ärztlicher Versorgung ist das 175 km entfernte Outjo.

Um die Fundstelle von 2006 zu erreichen, hatten wir eine Genehmigung, auf der Etosha-Pfanne zu fahren.

Campmaster Himba-Uwe wählte einen Platz in der Nähe der Fundstelle aus, der nicht erst lange gefegt werden musste. Es wurde ein Gemeinschaftsraum mit Arbeitstischen aufgebaut, eine Toilette und Dusche und ein Kochbereich eingerichtet; Generatorkabel wurden verlegt. Herero Koch Daniel Kandje sorgte für das leibliche Wohl der Wissenschaftler, Parkranger und Filmer. Jeden Tag wurde frisches Brot gebacken.

Die Mammutreste mussten aus dem Flussbett des Ekuma-Flusses, der auf die Pfanne entwässert, geborgen werden, wurden dann grob gesäubert und transportfähig gemacht.

Remmie Bakker von Manimal Works arbeitet oftmals für die holländische Polizei, um aus Skeletten von Unbekannten Personen zu rekonstruieren. Er kann aber auch Säbelzahntiger und Mammuts.

Dr.Dr. Elke Möllmann vom Museum für Naturkunde in Dortmund namibianahe am Neandertal, hatte gerade zuvor bei Dick Mol ein Mammut für das Museum gekauft und durfte jetzt mit dem Grabteam kräftig mitarbeiten.

Hier gehen Experten der Frage nach, ob diese Giraffe tatsächlich wieder zum Leben erweckt werden könnte. Vielleicht zu wenig klonbares Material.

Da Mammutklonen wieder wissenschaftlich diskutiert wird freuen wir uns bald auf leckere Spanmammut-Grillabende (Tipp: mit Wassermelone im Maul bleibt das Tier schön saftig).

Regisseur Florian Breier, Kameramann Michael Kern und Filmtonmeister Armin Siegwarth von der Produktionsfirma Bilderfest bei der Arbeit.

6-7 Minuten dieser Doku werden in Namibia spielen.

Begeistert war Dick Mol von der fast vollständigen Schädelreihen - Sammlung des Etosha Ökologischen Forschungsinstitutes.

Diese welteinmalige Sammlung wird in Kürze auch für die Öffentlichkeit im Okaukuejo Rastlager in einer Ausstellung zu sehen sein.Weitere Hintergrundphotos von der Ausgrabung veröffentlichen wir nach der Erstausstrahlung im Fernsehen. Dick Mol wird im Januar/Februar 2015 wieder zu Feinarbeiten an den Mammutknochen in Namibia sein.

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Der Autor

Carsten Möhle ist Safari-Spezialist, wandelndes Afrika-Lexikon, Expeditionsleiter und Herbergsvater.

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