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Verhalten bei Verkehrsunfällen

Unfall-Etosha-3

Superpraktisch - Unsere detaillierte Taschenkarte zum Verhalten bei Verehrsunfällen in Namibia und dem Südlichen Afrika. Hier beantworten wir die folgenden Fragen:

  1. Was muss man beachten, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, selbst einen Verkehrsunfall zu verursachen?
  2. Wie im Notfall zur Hilfe eilen? Anweisungen für Ersthelfer
  3. Was tun, wenn es mit ihrem Mietwagen kracht?
  4. Was tun beim Reifenplatzer?

Weiterhin eine praktische Mini-Checklist und ein Verzeichnis für Notfallnummern zum Ausschneiden und im Auto platzieren.

Hier die Taschenkarte als pdf downloaden (3 MB)

1. Vorneweg – Was muss man beachten, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, selbst einen Verkehrsunfall zu verursachen.

Namibia besitzt ein - für afrikanische Verhältnisse - extrem gut ausgebautes Straßennetz mit Asphalt-Hauptverbindungsstraßen und größtenteils guten Schotterstraßen. Dennoch gehört das schöne Land im Südwesten Afrikas prozentual auf die Bevölkerung gerechnet zu den Weltmeistern in Sachen tödliche Verkehrsunfälle. Das hat verschiedene Gründe.

Auf internationale Fahrer in Namibia (z.B. Touristen) bezogen, sind hier die folgenden häufigen Unfallursachen zu nennen. Der Linksverkehr gehört übrigens nicht dazu, an den gewöhnt man sich rasend schnell.

1. Überhöhte Geschwindigkeit, vor allem auf Schotterstraßen: Jeder Autoverleiher wird Ihnen sagen, dass sie auf Schotterstraßen maximal 80 km/h und auf Teerstraßen nicht schneller als 120 km/h fahren dürfen. Auf einigen Schotterstraßen ist 80 km/h allerdings schon zu viel zu schnell. Fahren Sie gemütlich – Sie sind im Urlaub! Und achten Sie auf die Hinweisschilder. Achten Sie auch darauf, dass hin und wieder Hinweisschilder an gefährlichen Stellen fehlen könnten. Hinweis: Fast alle Mietwagenfirmen benutzen mittlerweile GPS-Tracker. Sollten Sie bei überhöhter Geschwindigkeit in einen Unfall verwickelt sein, erlischt jeder Versicherungsschutz, unerheblich ob Sie der Schuldtragende sind. Wer später bremst ist länger schnell.

2. Nachts fahren: Davon wird seitens der Mietwagenfirmen immer wieder abgeraten, mit guten Grund. Wildwechsel sind nachts manchmal erst sehr spät zu bemerken, hier kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Verspülungen auf Schotterstraßen, plötzlich auftretendes Wellblech, etwa in Kurven oder unbeleuchtet abgestellte Fahrzeuge können die nächtlichen Exkursionen ebenfalls zu einem gerollten Abenteuer der weniger angenehmen Art werden lassen. In Städten ist nachts fahren kein Problem.

3. Den europäischen Kulturstandard des geordneten Fahrens auf Namibia anwenden: Rechnen Sie in Namibia immer mit dem Besonderen, dem Unvorhergesehenen und dem Unberechenbaren. Pochen Sie niemals auf ihr Recht, beispielsweise auf Vorfahrt oder auf die Einhaltung einer bestimmten Richtgeschwindigkeit, vor allem wenn sie in eher ländliche Gebiete kommen. Sie sollten immer mit absonderlichen (also gefährlichen) Überholmanövern des Gegenverkehrs oder des rückwärtigen Verkehrs auf ihrer Spur rechnen, auch beziehungsweise besonders in nicht einsehbaren Streckenabschnitten. Vor allem Taxis neigen dazu, kreative Fahrmanöver durchzuführen, um noch irgendwo schnell den fünften oder sechsten Zusatz-Passagier abzugreifen.

4. Übermüdung: Durch die große Hitze, die hohe Lage Windhoeks, wo die allermeisten Touristen ankommen, sowie die eigene Selbstüberschätzung, sich gleich am ersten Reisetag eine zu lange Reisestrecke zuzumuten, kommt es sehr oft zu regelrechten Müdigkeitsattacken nach etwa 80-100 km nach Fahrzeugübernahme. Dies ist gefährlich und oft ein Grund, dass Fahrzeuge gerollt werden. Auch das Fahren zu langer Streckenabschnitte auf der Reise (z.B. mehr als 400km Schotterstraße) kann zu gefährlicher Übermüdung führen. Lieber ein Ende mit Strecken, als Strecken ohne Ende.

Weitere nützliche Tipps

Versuchen Sie 100% zu verstehen, was die Mietwagenverleihfirma ihnen zu erklären beabsichtigt. Auch wenn die Einführungskurse teilweise langwierig sind, fragen Sie bei eventuellen Ungereimtheiten ruhig nach, vor allem wenn es um die Versicherung geht.

Schließen Sie ihren Mietwagen immer ab und lassen Sie niemals Wertsachen innen unbewacht liegen, vor allem dann nicht, wenn sie von außen sichtbar sind.

Vor dem Start der Reise bitte die runde Steuer- und Lizensierungsplakette fotografieren, die an der Windschutzscheibe des Mietwagens angebracht ist.

Sie benötigen den Internationalen Führerschein in Kombination mit ihrem nationalen Führerschein für Fahrten in Namibia. Ein englischsprachiger (Internationaler) Führerschein ist in Verbindung mit dem nationalen Führerschein vorgeschrieben. Der Internationale Führerschein ist nur 3 Jahre gültig, eine beglaubigte englischsprachige Übersetzung ewig.

2. Wie im Notfall zur Hilfe eilen - Ersthelfer

WICHTIG

  • 1. Überblick verschaffen
  • 2. Unfallstelle absichern: Blinker, Weste, Warndreieck
  • 3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen
  • 4. Blutungen stillen
  • 5. Notruf wählen

Wir gehen davon aus, dass Sie als erste Person bei einem Verkehrsunfall ankommen und erste Hilfe leisten müssen.

1. Stoppen Sie ihr Fahrzeug in einigem Abstand zum Unfallort. Nicht auf der Straße stehen lassen, sondern mit Abstand zum Straßenrand parken. Verschaffen Sie sich einen Überblick vom Geschehen.

2. Sicherheit geht vor:

  • Sichern Sie den Unfallort so gut wie möglich, z.B. mit Warndreiecken. Wenn weitere Personen mitreisen, sollten diese näherkommende Fahrzeuge bereits in 150 m Entfernung warnen.
  • Untersuchen Sie die Unfallstelle nach austretendem Benzin oder Brandgefahr. Eventuell Zündung des Unfallwagens abstellen

3. Direkthilfe bei Unfallopfern

  • Wenn die Unfallstelle gesichert ist, sollten Sie versuchen den Unfallopfern zu helfen. Versuchen Sie dabei nicht mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten in Berührung zu kommen
  • Versuchen Sie die betroffenen Personen zu beruhigen, achten Sie darauf, dass diese nicht auskühlen, eventuell mit Thermodecken zudecken.
  • Versuchen, das Unfallopfer zu stabilisieren, vor allem das Genick.
  • Gegebenenfalls Blutungen stoppen

4. Rufen Sie die Notfallnummer der zuständigen Behörde an. Beschreiben Sie so gut wie möglich das Folgende:

  • Ort des Unfalls
  • Was ist geschehen, wie viele Personen und Wagen sind betroffen, wie viele Personen sind verletzt. Beschreiben die die Schwere der Verletzungen, falls möglich.
  • Geben Sie weitere Informationen zum Fall (Feuer, Benzinaustritt, etc)

EHER NICHT TUN

  • Am Unfallort rauchen
  • Unfallopfer bewegen (nur bei Brandgefahr aus dem Wagen holen und versuchen in die stabile Seitenlage zu bringen)
  • Fahrzeug schütteln (etwa um Personen aus verklemmten Türen zu holen)
  • Unfallopfern Getränke geben

3. Was tun, wenn es mit ihrem Mietwagen kracht?

Wir gehen davon aus, dass Sie selbst in einen Unfall mit ihrem Mietwagen verwickelt sind, dass sie noch leben und kommunizieren können.

Fall 1: Unfall mit Blechschaden

  1. Zuallererst die Mietwagenfirma anrufen und fragen, was genau man tun soll. Die wissen es am besten und können gute Hilfestellung geben.
  2. Alles Weitere wird sich aus den Angaben der Mietwagenfirma ergeben.

Fall 2: Unfall mit Tierschaden

  1. Rufen Sie zuerst die Mietwagenfirma an. Hier können Sie z.B. nach der nächsten Polizeistelle fragen. Tierschäden müssen gemeldet werden.
  2. Bei Wildunfällen in Nationalparks die Park-Ranger informieren. Wildunfälle sind in der Regel versichert, außer nachts oder in der Dämmerung.

Fall 3: Unfall mit Personenschaden

  1. Entfernen Sie ihr Fahrzeug von der Straße, wenn möglich.
  2. Anschließend ein Bild von der Lage machen und sofort Ambulanz oder Straßenverkehrsnotfallnummer anrufen
  3. Eventuell Erste Hilfe leisten (siehe „Wie im Notfall zur Hilfe eilen)
  4. Vom Unfallgegner die folgenden Details aufnehmen:
    • Name, Adresse, Email & Telefonnummer,
    • ID Nummer und Führerscheinnummer,
    • Nummernschild, Marke und Farbe des Fahrzeugs
  5. Fahrzeugdisk und Nummernschild abfotografieren und abgleichen
  6. Notizen machen zu Ort, Zeit, Anzahl der Insassen in den beteiligten Fahrzeugen
  7. Schaden abfotografieren und somit dokumentieren. Mehr Bilder als nötig zu machen.
  8. In jedem Fall Polizei über den Unfall informieren, Unfalls-Berichtnummer (Accident Report Number) notieren für spätere Schadenersatzansprüche
  9. Mietwagenfirma anrufen und über Unfall informieren. Wenn kein Handyempfang vorhanden ist, nach Telefonlinien Ausschau halten. Alle 20 km ist eine Farm in Namibia mit Telefonanschluss.

4. Was tun beim Reifenplatzer?

Tipps zum Anhalten eines Autos, wenn einer der Reifen explodiert, wenn die Geschwindigkeit 100 km/h überschreitet

  1. Wenn ein Reifen platzt, versuchen Sie so ruhig wie möglich zu bleiben und halten Sie das Lenkrad mit beiden Händen fest.
  2. Niemals bremsen. Der Luftwiderstand des explodierten Reifens wird Sie verlangsamen. Fuß von der Bremse. Schauen Sie nicht einmal auf das Bremspedal, denken Sie nicht einmal darüber nach.
  3. Wagen wenn möglich ganz gerade aus halten, nicht versuchen zu lenken. Falls das Fahrzeug von der Straße abkommt, rein in den Zaun, nicht versuchen durch Gegenlenken auf der Straße zu bleiben.
  4. Wenn Ihr Auto über ein Schaltgetriebe verfügt, wechseln Sie allmählich zu einem niedrigeren Gang, ABER tun Sie dies NUR, wenn Sie das Gefühl haben, dass das Auto vollständig unter Kontrolle ist. Wenn Ihr Auto über ein Automatikgetriebe verfügt, bleiben Sie im Fahrgang (D) und wechseln Sie NICHT.
  5. Wenn die Geschwindigkeit auf 50 km/h sinkt, können Sie sanft auf die Bremsen treten, bis das Auto anhält

Notfallnummern der jeweiligen Länder

Namibia

  • MVA Fund +264 81 9682
  • Rettungswagen +264 85 9112 (EMA)
  • Polizeinotruf +264 10111
  • Touristenpolizei +264 61 290 2239

Botswana 

  • Rettungswagen +267 997 
  • Polizeinotruf +267 999 

Südafrika

  • Rettungswagen +27 10 177
  • Polizeinotruf +27 10 111

Simbabwe 

  • Rettungswagen: +263 4994 
  • Polizeinotruf: +263 4999 

Sambia

  • Polizeinotruf: +260 999
  • Rettungswagen: +260 999

Botschaftsnummern In Namibia:

  • Botschaft D: +264 61 273 100
  • Botschaft A: +264 81 145 0095
  • Konsulat CH: +264 81 650 7075
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Heimkehrer

Der Autor

Carsten Möhle ist Safari-Spezialist, wandelndes Afrika-Lexikon, Expeditionsleiter und Herbergsvater.

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